Wattgasse
1170 Wien, Wattgasse 94, 94A, Rhigagasse 9, Nesselgasse 9, 9A, 9B
Auftraggeber: GWSG - Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der Wiener Stadtwerke Gesellschaft m.b.H.
Errichtet: 1911
Bauzeit: 2026 - 2029
Leistung: Sockelsanierung und DG-Ausbau

Die behutsame Weiterentwicklung des Bestands verbindet historische Identität mit zeitgemäßem Wohnen
Die Wohnhausanlage aus dem Jahr 1913 erstreckt sich entlang der Wattgasse, Rhigasgasse, Nesselgasse und Rötzergasse. Ziel des Projekts ist die behutsame Sanierung und zeitgemäße Weiterentwicklung des Bestands unter Wahrung seines gründerzeitlichen Charakters.Durch den Rückbau des erhöhten Mitteltrakts und die Neuorganisation des Innenhofs entsteht eine zentrale, barrierefreie Erschließung mit neuem Durchgang in der Rötzergasse. Sämtliche hofseitig orientierten Wohnungen werden mit großzügigen Balkonen ausgestattet, während die Hoffassaden ein modernes Erscheinungsbild erhalten.
Die straßenseitigen Fassaden werden unter Berücksichtigung des ursprünglichen architektonischen Ausdrucks saniert. Historische Fassadenelemente werden rekonstruiert und die Fenster mit typischen gründerzeitlichen Teilungen ausgeführt. Ergänzt wird das Projekt durch einen Dachgeschossausbau in Holz-Stahl-Leichtbauweise mit 22 neuen Wohnungen. Alle Dachgeschosswohnungen verfügen über private Freiflächen sowie eine Ausrichtung zu mindestens zwei Himmelsrichtungen. Der neu gestaltete Innenhof bietet großzügige Grünflächen, die durch den Abbruch des Mitteltrakts entstehen und durch Baumgruppen gegliedert werden. Eine extensive Dachbegrünung trägt zusätzlich zur ökologischen Aufwertung der Wohnhausanlage bei.
Eckdaten
Verfahren: Offenes Verfahren, Einzelgewerke
Baukosten: € 17.7 Mio
Stiegen: 6
Nutzfläche: Bestand: ca. 5.890,00 m²
(91 Wohnungen, 14 Lokale/Magazine)
DG: ca. 1.645,00 m² (22 neue Wohnungen)
HWB: vor Sanierung: ca. 123,03 kWh/m²a
nach Sanierung: ca. ~ 23,1 kWh/m²a
Team GSD: Arch. DI Werner Rebernig, Arch. DI Wolfgang Jancar, DI Vedran Zonic, Ralph Unterburg, Harald Treml
Statik: Hnik Hempel Meler ZT GmbH
Bauphysik: Clemens Häusler
Gebäudetechnik: Plan A GmbH, Bernhard Käfer Ingenieurbüro für Elektrotechnik
Wesentliche Umsetzungen
- Sanierung der Gebäudehülle:
- Wärmedämmung
- Fenstertausch
- Sonnenschutz
- sämtliche Fassadenzierteile bleiben erhalten
-Maßnahmen zur Barrierefreiheit:
- Aufzugsein- bzw. -zubau
- Neuer Hofzugang
-Balkonzubauten hofseitig, mit zusätzlichen Fluchtwegsleitern
-Fahrradräume
-Instandsetzung und Erneuerung der Infrastruktur:
- Vorrüstung Fenwärmeanschluss
- Erneuerung Elektroinstallationen
- Neue Wasserleitung (Vorrüstung)
- Gegensprechanlage
- Photovoltaikanlage
-Sicherheitstechnische Maßnahmen:
- Neue Wohnungseingangstüren
- Brandschutzentlüftung
- Zweiter Fluchtweg hofseitig
- Brandschutztüren bei Kellerzugängen
- Erneuerung der Blitzschutzanlage
- Fluchtwegbeleuchtung
-Sonstige hausseitige Maßnahmen:
- Instandsetzung der Stiegenhäuser
- Herstellung eines Gemeinschaftsraumes
- Kellerdeckendämmung
-Instandsetzung der Außenanlagen:
- Abbruch des Mitteltraktes, dadurch Hofvergrößerung und barrierefreie Zugang zu allen Stiegen
- Neue Wege und Oberflächen
- Begrünung (Wäldchen)
- Regenwassernutzung (Gartenbewässerung)
-Wohnungssanierung:
- Sanierung und Standardanhebung der Leerstandwohnungen
- Schaffung zusätzlicher Wohnnutzfläche durch Verbau der Gebäudenischen
-Dachgeschossausbau:
- 22 Neue DG-Wohnungen
- Alle mit Freiflächen














