Hauffgasse
1110 Wien, Hauffgasse 37-47
Auftraggeber: BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft reg.m.b.H.
Auftragsumfang: Machbarkeitsstudie, Thermisch-energetische Wohnhaussanierung inkl. Aufstockung
Errichtet: 1980-1985
Bauzeit: 2017-2020
Auszeichnung 2022: Ethouse Award

Nachverdichtung neu gedacht – Smarter Together.
Im Rahmen des EU-Förderprojekts „Smarter Together - gemeinsam g‘scheiter“ und der Förderungsmittel durch den wohnfonds wien wurde eine umfassende thermische Sanierung sowie eine zweigeschossige Aufstockung umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist der Ausbau von 79 Dachgeschosswohnungen auf Gebäuden der Bauklassen V und VI, eine Herausforderung in Bezug auf Brandschutz, Statik, Schallschutz und sicherheitstechnische Maßnahmen. Es handelt sich um eine klassische Nachverdichtung, die ohne zusätzliche Bodenversiegelung oder Baugrundbeschaffung realisiert wurde.
Durch den Abbruch der massiven Betonbrüstungen und deren Ersatz durch Glasbrüstungen konnte die Loggientiefe deutlich vergrößert und das äußere Erscheinungsbild modernisiert werden. Zusätzlich wurde das Gemeinschaftszentrum revitalisiert, inklusive Gemeinschaftsbereich, Turnhalle und Sauna.
Weitere Maßnahmen:
- Errichtung einer Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Energiegewinnung
- Umrüstung der Allgemeinbeleuchtung auf LED-Technologie
- Einführung von E-Carsharing mit drei Elektroautos samt Ladestationen
- Barrierefreie Erschließung der Stiegenhäuser und Wohnungen durch Rampen und Durchladeraufzügen
- Umsetzung umfassender sicherheitstechnische Maßnahmen wie Druckbelüftungsanlagen, Brandrauchentlüftung in Stiegenhäusern sowie automatische Brandmeldeanlagen.
Das Projekt steht für Innovation, Nachhaltigkeit und eine deutliche Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität.
Eckdaten
Baukosten: € 44.300.000,00
Nutzfläche: Bestand: 41.723,56 m² (486 Wohnungen)
DG: 5.648,89 m² (79 neue Wohnungen)
Stiegen: 9 (3 Baublöcke)
HWB: vor Sanierung: 91,7-116 kWh/m²a (je nach Baublock)
nach Sanierung: 30,4-35,4 kWh/m²a
Team: Projektleitung: Arch. DI Werner Rebernig, Arch. DI Wolfgang Jancar (Stv.)
Planung: Arch. DI Werner Rebernig, DI Francisko Gavran
CAD: Karina Becker, BSc,
Controlling: Ralph Unterburg
ÖBA: Ing. Helmut Donnemiller, DI Herbert Seper, Arch. DI Heribert Petrac (im Auftrag GSD)
Statik: SÜSS Engineering ZT GmbH, Hollinsky & Partner (Gemeinschaftszentrum)
Bauphysik: Ingenieurbüro Leiler, Architekt Markus Gutmann
Gebäudetechnik: AnlagenPlan GmbH, TB Ing. Eduard Wiedner GmbH
Brandschutzplanung: Dipl.-Ing. Erich Röhrer
Wesentliche Umsetzungen
- Thermische Sanierung:
- Fensteraustausch
- Fassadeninstandsetzung mit zusätzlicher Wärmedämmung
- Dachdämmung
- Kellerdeckendämmung bzw. Dämmung der EG-Untersichten
- Anlagetechnische Maßnahmen
- Sanierung der Loggien und bzw. Neuherstellung Blitzschutz
- Verblechungserneuerung
- Erneuerung Stiegenhaus Eingangstüren
- Erhaltungsmaßnahmen:
- Ausmalen Stiegenhäuser
- Durchschlupfschutz Stiegenhaus Geländer
- Instandsetzung Außenanlagen und Tiefgarage
- Sanierung Elektroanlage
- Verbesserungsmaßnahmen:
- Sicherheitstechnische Maßnahmen wie Brandrauchentlüftung und sonstiges
- Nutzungsfindung EG-Zone
- Verbesserungsmaßnahmen in Außenanagen
- Loggienvergrößerung und Glasbrüstungen (Abbruch Betonbrüstungen)
- Photovoltaik-Anlage
- Neues Farbkonzept
- Einbau von Durchlüftungsanlagen
- Dachgeschossausbau:
- 2-geschossige Aufstockung bei Stiegen 2-9
- 79 Wohnungen
- Balkon/Terrassen
- Gemeinschaftszentrum:
- Revitalisierung
- Multifunktionsraum, Turnsaal, Sauna
- Smarter Together Maßnahmen:
- Photovoltaik-Anlage
- E-Carsharing






































