Degengasse 3
1160 Wien, Degengasse 3
Auftraggeber: GWSG Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der Wiener Stadtwerke GmbH
Bauzeit: 2024 - 2026
Leistung: Revitalisierung eines Umspannwerks aus dem Jahr 1927

Vom historischen Umspannwerk Ottakring zum nachhaltigen Wohnraum
Das ehemalige Batteriegebäude des Umspannwerkes Ottakring wurde im Zuge einer geförderten Totalsanierung und eines umfassenden Umbaus revitalisiert. Ziel des Projekts ist die behutsame Transformation des markanten Industriegebäudes von einer gewerblichen Nutzung in ein modernes Wohngebäude mit 31 neuen Wohneinheiten. Die Wohnungen mit einer Nettonutzfläche von rund 1.920m² werden präzise auf die Förderungsrichtlinien der Stadt Wien abgestimmt.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Entwurfs liegt auf dem Erhalt der historischen Identität: In enger Abstimmung mit der MA 19 bleibt die optisch ansprechende und erhaltenswerte Straßenfassade nahezu vollständig gewahrt. Während das äußere Erscheinungsbild zur Straße hin den industriellen Charakter des Bestands konserviert, wird der bestehende Baukörper im Innenhof im erlaubten Ausmaß erweitert, um modernen Wohnraum zu schaffen. Auf einen klassischen Dachgeschossausbau wird verzichtet; stattdessen trägt eine großzügige Dachbegrünung, kombiniert mit einer extensiven Begrünung und neuen Baumbepflanzungen im angrenzenden Nachbarhof, zur mikroklimatischen und ökologischen Aufwertung des Areals bei.
Eckdaten
Baukosten: € 5.917.000 m²
Nutzfläche: ca. 1.920 m²
Team GSD: Arch. DI Werner Rebernig, Arch. DI Wolfgang Jancar, DI Birgit Hederer, Harald Treml, Martin Schmidt, Monika Wachtberger, Réka Gammer
Statik: Dr. Karlheinz Hollinsky & Partner ZT Ges.m.b.H.
Bauphysik: Ingenieurbüro Leiler, Axis Ingenieurleistungen ZT G.m.b.H. (Ausführungsplanung)
Gebäudetechnik: Zentraplan Planungsges.m.b.H.
Fotografie: Paul Sebesta
Wesentliche Umsetzungen
- Ausnutzung der hinteren Baufluchtlinie mit 2 zusätzlichen Geschoßebenen mit Split-Level-Wohnungstypen
- Südseitige Ausrichtung der Wohnzimmer
- Erschließung der Wohnungen über straßenseitigen Gang (nordseitig) mit durchgesteckten Wohnungen im Randbereich
- alle Wohnungen mit Freiflächen (Balkone, Terrassen, Garten)
- durchschnittliche Wohnungsgröße ca. 61 m²
- Loftartige Wohnungstypen
- sparsamer Eingriff in bestehende Substanz
- nur unwesentliche Veränderung der Straßenfassade
- der Rettungsweg wird über ein druckbelüftetes Stiegenhaus sichergestellt
- Nutzung der Gebäudehöhe mit einer Galerieebene
- Fluchtniveau bleibt unter 22 m
- Schaffung von attraktiven Mietergärten
- Doppelnutzung Fahrradraum und Kellerabteil
- Vorgaben Förderung als Totalsanierung erfüllt
























































